Es muss nicht immer die Eistonne sein – optimale Regeneration für Sportler auch ohne Frieren

München, 03.03.2015

Wir alle erinnern uns an das legendäre Interview mit Fußballnationalspieler Per Mertesacker nach dem kräftezehrenden WM-Achtelfinale gegen Algerien. „Ich leg mich jetzt erst mal drei Tage in die Eistonne“ ließ er damals neben ein paar spitzen Kommentaren in Richtung Reporter verlauten. Was er damit meinte: Wenn man seinem Körper alles abverlangt, steht anschließend die Regeneration ganz oben auf der Prioritätenliste. Natürlich stehen Freizeitsportlern nicht dieselben Möglichkeiten offen wie den Nationalspielern oder anderen Profisportlern. Diese haben sozusagen die Qual der Wahl zwischen Entmüdungsbecken, Massagen, Fitnessräumen, Eistonnen oder sonstigen Regenerationshilfen.

Mittlerweile nutzen aber auch viele Leistungssportler ein weiteres Trainingsgerät: die Faszienrolle. Immer öfter sieht man die harten Schaumstoffrollen auf Fußballplätzen, in Basketballhallen, Fitnessstudios und Behandlungsräumen von Physio- und Sporttherapeuten. Auch Per Mertesacker und seine Kollegen hatten sie in Brasilien im Gepäck (ob er sie mit in die Eistonne genommen hat, ist hingegen nicht bekannt). Wie der Name schon sagt, werden mit ihrer Hilfe die sogenannten Faszien behandelt und trainiert. „Faszien umgeben und durchdringen jeden Muskel, jedes Organ, jeden Knochen und alle Nerven. Das fasrige Bindegewebsnetz umhüllt unseren gesamten Körper; von Kopf bis Fuß und einmal ringsherum. Das Fasziensystem in unserem Körper ist wie ein Taucheranzug, eine zweite Haut unter der Haut“, fasst der Sportmediziner Dr. Lutz Graumann das Gewebenetzwerk zusammen.

Dr. Graumann arbeitet eng mit Dr. Robert Schleip, einem der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Faszienforschung, zusammen. Es ist auch der Verdienst von Dr. Schleip, dass das Thema immer mehr Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit erhält. Er war Co-Initiator des 1. Fascia Research Congress 2007 in Boston, der als Startsignal für eine intensive Forschung auf diesem Gebiet gilt. Er weiß: „Sportler profitieren unheimlich von der Faszienbehandlung, weil man durch optimale Faszieneigenschaften nicht nur beweglicher ist, sondern auch Verletzungen und Muskelkater vorbeugen und die Regeneration nach einem Training oder Spiel beschleunigen kann.“

Als bildlicher Vergleich dient oft die Analogie mit einem Schwamm oder Teig. Unbehandelt und trocken sind sie brüchig und spröde, knetet man sie durch und sorgt für eine gute Durchfeuchtung, werden sie warm, elastisch und geschmeidig. Und genau das erreicht man mit dem Faszientraining. Intakte und behandelte Faszien sorgen außerdem für eine Art „Katapulteffekt“, wodurch Sportler eine zusätzliche Leistungssteigerung erfahren. Laut Dr. Schleip liegt dies daran, „dass man festgestellt hat, dass die Explosivität und die Geschwindigkeit bei federnden Bewegungen, wie man sie für einen Sprint oder einen Sprung benötigt, nicht in erster Linie aus Muskelkraft und -aktivität kommen, sondern aus der Lösung der Energie des gespannten Bindegewebes, also der Faszien. Gut trainierte, intakte Faszien machen also nicht nur den Körper beweglicher und sorgen für eine schnellere Regeneration und Schmerzfreiheit, sie wirken an bestimmten Stellen wie ein hochelastisches Gummiband oder Katapult, das den Großteil der Energie unverloren zurückgibt.“

Auch Haltungsschäden und Rückenschmerzen können mit Problemen und Verklebungen in den Faszien zusammenhängen und durch das Training mit der Rolle behandelt werden. Das bekannteste Fabrikat zur Faszienbehandlung, die Blackroll, wurde deshalb sogar vom Bundesverband der deutschen Rückenschulen geprüft und für die Behandlung von Rückenschmerzen empfohlen. Außerdem wurde sie 2009 mit dem Physiopreis für das „Angebot mit größtem Nutzen für die Zielgruppe“ ausgezeichnet.

Auch Fitness – und Personaltrainerin Nina Heinemann hat das Potenzial der Rolle früh erkannt. Sie gehört zu den ersten zertifizierten Blackroll-Trainerausbildern. Ihre Erfahrungen mit dem unscheinbar wirkenden Tool sind durchweg positiv: „Das praktische an der Rolle ist, dass man sie bequem nach dem Fußballtraining oder nach der Laufeinheit zuhause benutzen kann. Die beanspruchten Körperregionen oder Schmerzpunkte werden effektiv behandelt und durch die Selbstmassage werden Spannungen gelöst. Das wirkt ähnlich wie die klassische Massage.“ Für alle Freizeitsportler, die wissen wollen, wie man mithilfe der Blackroll nicht nur seine Regeneration optimiert, sondern auch beweglicher, verletzungsresistenter und leistungsfähiger wird, hat Nina nun zusammen mit der Europäischen Akademie für Sport und Training (www. 1x1SPORT.de) zwei Filme veröffentlicht. In ihnen dreht sich alles um das Thema Faszienbehandlung mit der Blackroll. Im ersten Teil sind die Übungen auf Selbstmassage und Regeneration ausgelegt, der zweite Film legt den Fokus auf „Funktionelles Training“.

Auch dank der Arbeit von Dr. Schleip und Dr. Graumann ist das Faszientraining mit der Schaumstoffrolle mittlerweile fester Bestandteil vieler Sportler und Mannschaften. Nicht nur das DFB-Team schwört auf den regenerativen und leistungssteigernden Effekt der schlichten Rolle, auch Dirk Nowitzki, Robert Harting und Lindsey Vonn nutzen das Tool. Und während Massagen, Entmüdungsbäder und Eistonnen meistens nur Profisportlern ohne größeren Aufwand zur Verfügung stehen, können dank der Faszienrolle auch Amateursportler und Freizeitathleten mit einfachen und erschwinglichen Mitteln der Regeneration und Mobilisierung auf die Sprünge helfen. Und mal ehrlich: Auch wenn die Behandlung am Anfang etwas schmerzhaft sein kann, gemütlicher als die Eistonne klingt es allemal.

Erhältlich ab 02.04.2015 im Handel und auf
http://www.1x1filmshop.de/

Das Presse-Paket mit Bildern und der Presse-Mitteilung im PDF-Format finden Sie zum Download auf den jeweiligen der Seite der DVD’s.

BLACKROLL’n Relax (VÖ. 02.04.2015)
Funktionelles BLACKROLL Faszientraining (VÖ. 02.04.2015)